Scottsman Meal

Scottsman Meal

Was man über Schottisches Essen wissen sollte.

Andere Länder, andere Essensgewohnheiten.
Das sollte jedem bewusst sein, bevor er sich in ein fremdes Land begibt.
Nicht immer wird man vom Reiseveranstalter in einem "Schweineschnitzel-All-Inklusiv-Hotel"
untergebracht.

Schon Asterix wusste: 
Wildschwein mit Minz-Soße? Bääääh!

Aber Achtung: 
Bezeichnet man einen Schotten als Brite, wäre das genau so, 
als würde man einen Franken als Bayer bezeichnen.

Die Sprachliche Barriere kommt noch erschwerend hinzu.
Sowohl in unserem Nachbarland, als auch auf der Insel.

Auf das Aussehen der Speisen legt der Schotte scheinbar nicht all zu viel Wert!
Von wegen, 'das Auge isst mit'.


Es sieht nicht unappetitlich aus, aber manch einem ist es schon zu wieder, 
wenn das Gemüse in der Fleischsoße schwimmt.

Dieses Gericht hier hat den Namen Mince and Tatties
Es ist ein beliebtes schottisches Gericht, das hauptsächlich aus Rinderhackfleisch, Gemüse und Kartoffelpüree / Kartoffelstampf  besteht. 
Manchmal kann es Verdickungsmittel enthalten. 
Es gilt auch als traditionelle Schulspeisung.

Das Frühstück / Bracaist    / Breakfast
(deutsch)           / schottisch  / englisch

Haferschleim oder in Schottland eben Porridge
... sieht doch gar nicht mal so übel aus ...


"If you wish black pudding or Haggis?"
Könnte man im Hotel oder im Restaurant gefragt werden.


Spätestens jetzt sollte man wissen, worauf man sich einlässt!
Kanzler Kohl hätte in diesem Fall wohl doch eher zu "Äppelkäik änd Koffie" gegriffen. 😆

Black pudding ist ein zentraler Bestandteil des schottischen Frühstücks. 
Vielleicht klingt das Wort „Pudding“ für Sie eher nach etwas Süßem, aber interessanterweise stammt es vom französischen Wort boudin ab, was etwa „kleine Wurst“ bedeutet. 
Black pudding besteht aus einer Mischung aus Schweine- oder Rinderblut, Schweineschmalz oder Rindernierenfett und Getreide wie Hafermehl, Hafer- oder Gerstengrütze. Es ist eine kulinarische Spezialität mit einer langen Geschichte. 
Black pudding könnte sogar noch älter sein als angenommen – die erste bekannte Erwähnung stammt aus dem Jahr 800 v. Chr: In Homers Epos Die Odyssee wird ein „Ziegenmagen, mit Fett und Blut gefüllt“ erwähnt.

Es gibt kein traditionelles schottisches Frühstück ohne Haggis! 
Auch wenn es gern erzählt wird, stammt Haggis nicht wirklich von einem mysteriösen Wesen, das in den schottischen Highlands lebt, sondern wird aus Schafherz, -lunge und -leber hergestellt, die mit Getreide und Gewürzen vermischt und schließlich in einem Schafsmagen gekocht werden. 
Heutzutage kommt überwiegend synthetische Wurstpelle zum Einsatz. Die Ursprünge von Haggis lassen sich weit in die Vergangenheit zurückverfolgen, denn ein ähnliches Gericht wird schon in Werken von Marcus Gavius Apicius, Aristophanes und Homer erwähnt.
Die genaue Herkunft des Wortes „Haggis“, das im 15. Jahrhundert aufkam, ist jedoch bis heute ein Rätsel.

Wann auch immer Tatties oder Tattie-scones auf der Speisekarte stehen, ist es kein Fehler hier zu zugreifen.
Es ist lediglich die Verniedlichung von Patatoes, also Kartoffeln.
Diese werden in der Regel in der Form von Waffeln oder Pfannkuchen gereicht.
Wie bereits erwähnt, ist das Schottische Frühstück (sehr) herzhaft.

Baked Beans- Auch wenn sie nicht zu den bekanntesten Elementen des schottischen Frühstücks gehören, sorgen die gebackenen Bohnen für eine gewisse Balance. Sie tragen eine weitere Geschmacksrichtung und natürlich ihre rote Farbe zum full Scottish breakfast bei.

Weitere (harmlose) Dinge:

Bacon – Frühstücksspeck

Was macht mehr Appetit als eine brutzelnde Scheibe schottischer Bacon auf Ihrem Teller? Typischerweise wird für das schottische Frühstück Rückenspeck verwendet, da er etwas dicker als Bauchspeck ist. Eine dünne Scheibe Schweinefleisch wird dabei perfekt von geschmackvollem goldenen Fett umrahmt. Bacon wurde von den Schotten außerdem zum beliebtesten Bestandteil des Scottish breakfast gewählt, noch vor Toast und tattie scones!

Link sausages – Würstchen


Diese Würstchen sind eine köstliche Kombination aus feinem Hackfleisch, Fett und Gewürzen, eingefangen in der typischen Würstchenform. Üblicherweise kommen diese Würstchen als link oder chain (Kette) vor, daher der Name link sausage.

Lorne sausage – rechteckige Frikadelle
Ist im Grunde genommen gar kein (sausage) Würstchen?!

Das Lorne sausage ist ein echter schottischer Klassiker. 
Es ist eine Art eckige Frikadelle aus gewürztem Schweinefleisch und bis heute weiß niemand, woher genau es eigentlich stammt. Einer Legende nach soll es nach dem Bezirk Lorne in Argyll & Bute benannt sein. Nachforschungen konnten Lorne sausage allerdings bis ins Jahr 1896 zurückverfolgen, genauer gesagt zum 13. Februar 1896, als eine Annonce eines Metzgers genau dieses Produkt im Arbroath Herald and Advertiser bewarb.

Es gibt aber auch die Würstchen in herkömmlicher Form, wie wir sie kennen.

Zu Lorn sausage gibt es oft 'verbrannte' Brötchen, was das Aussehen schon manchem wieder den Appetit verderben könnte.
Außenstehende, besonders in England, sind oft gespalten, ob es sich um eine Köstlichkeit oder ein "Brandopfer" handelt, aber für Schotten ist es eine etablierte Tradition.


Nein, schottische Brötchen ("Well-Fired Rolls") sind nicht wirklich verbrannt, sondern absichtlich sehr stark gebacken, was zu einer dunklen, festen Kruste führt, während das Innere noch weich und saftig bleibt; eine Delikatesse, die jedoch die Gemüter spaltet, da manche sie für angekokelt halten, obwohl es eine bewusste Spezialität ist.
 
Gegrillte Tomaten und/oder gebratene Pilze gehören natürlich auch zum traditionellen schottischen Frühstück, genau so wie Spiegeleier.

Sonstige Mahlzeiten

Fastfood besteht in Schottland nicht nur aus Burgern, Pizzen oder Pommes.

Fish and Chips natürlich!
Natürlich auch mit Pommes, aber anders.
Außerhalb Deutschlands werden die 'Pommes' in der Regel frisch zubereitet.
Die Kartoffeln werden durch ein Gitter gepresst und kommen direkt ins heiße Fett.

Cullen Skink (cremige Fischsuppe),
 


Scotch Broth (Graupensuppe) und viel Wild und Meeresfrüchten, 

hier eine Variante mit Lamm.

ergänzt durch herzhafte Pies (kleine Törtchen / Pasteten).
Diese können extrem vielfältig sein und sich somit in Füllung und Geschmack unterscheiden.
Es gibt quasi nichts, was es nicht gibt.
Oftmals gibt es diese als Snack in Cafés oder Schnellrestaurants.
Auch in den Einkaufsläden zu bekommen, um sie Zuhause schnell im Backofen oder der Microwelle zu erhitzen.
mal mit Gemüse, oder mal ohne.




  
 



und Süßigkeiten wie Cranachan (Dessert mit Himbeeren) oder Tablet.




Wir starten zu einer kulinarischen Reise.
 


der Rettschy

Keine Kommentare:

Der letzte Geburtstag

 ... mit einer 5 davor! Wird nicht ganz günstig! Feiern? Nicht im üblichen Sinne! Keine Party, aber doch wieder ein Erlebnis! Die Zeiten der...