Nächster Halt: Holland

 Im August ist es endlich soweit.

Endlich wieder 'Kibbeling' mit Remoulade und Holländischen Pommes mit Zwiebeln!


Glamping im (hoffentlich) voll ausgestattetem Zelt.

Regen und Extremhitze wird während unseres Aufenthalts strengstens verboten!
Hunde sind willkommen.

Bis dahin kommen bestimmt noch ein paar Ausflugsberichte.
Christi Himmelfahrt steht vor der Tür.
Geplant is nix.
Alles kann passieren.
Wetter soll ja nicht so dolle werden.

Erlensee Bickenbach, oder Schloss Alsbach.
Stay tuned.
der Rettschy  

Da will man mal ...

 Wenn das Gute liegt so Nahe!

Am Sonntag den 18.05.2025 waren wir in Bad Kreuznach.

Wie man weis, gibt es in Deutschland nur noch sehr wenige 'wirkliche Kurorte'!

Viele davon sind bereits in den Achtzigern pleite gegangen, 
da unser Gesundheitswesen ordentlich kaputtgespart wurde!
Leider!

Eines der noch wenigen existierenden, befindet sich in Bad Kreuznach im Bundesland Rheinland Pfalz.
Nicht weit von Wiesbaden oder Mainz.
Speziell handelt es sich um Luftkurheilbad.


Renate wollte einen Ausflug dort hin machen. da sie im Zuge ihrer COPD Recherchen und einer Empfehlung ihres Arbeitskollegen darauf gestoßen war.
Sichtungen von Bildern und Bewertungen, bestätigten auch die Begehrtheit dieses Ortes.
Deshalb brachen wir verhältnismäßig früh auf.
Über die Autobahn waren es etwa 88 Kilometer und eine knappe Stunde Fahrzeit.

Am besten, man gibt der Navigation den Begriff "Salinental" vor, sonst landet man mitten im Gewerbegebiet von Bad Kreuznach.
Von dort aus sind es nämlich nochmal weitere 3,5 Km bis zum eigentlichen Ziel. ;-)
Wir waren zwar etwas verwirrt, als wir immer weiter aus dem Ort heraus navigiert wurden,
aber wir hatten Glück.
Direkt gegenüber vom Park mit den Gradierwerken gab es einen Parkplatz, 
welcher zu 'so früher Stunde' noch nicht voll belegt war.
Dieser Parkplatz ist kostenfrei und zeigt an der Einfahrt an, ob belegt oder ob noch Plätze zur Verfügung stehen. https://maps.app.goo.gl/8VJriQRJDyg1b1uTA

Dort wo wir parken konnten, gab es auch einen direkten Fußweg hinunter in diesen 'Park'.




Wir sind also die Gradierwerke auf- und abgelaufen.
Haben einen großen Bogen geschlagen und sind wieder zurück über die Anlage.
Da die Mittagszeit immer näher rückte und wir kein ausgiebiges Frühstück zu uns genommen hatten,
wurde es Zeit, nach einen Restaurant Ausschau zu halten.
Eines davon (Auszeit) lag wieder genau in der entgegengesetzten Richtung.
Also von da, wo wir herkamen.
Vor einem anderen (Brauwerk) standen wir gerade.
Brauerei mit Biergarten.
Da gefiel aber Frau Gemahlin die Speisekarte nicht!
Also liefen wir vom Brauwerk noch etwa 1,3 Kilometer weiter in Richtung 'Kurpark'.
Dort muss es doch Restaurants geben?!
Den Kurpark nicht gefunden aber zum Glück Gastronomie. ;-)

Italiener?
Nein!
Über den Fluss hinweg erstreckte sich eine Hängebrücke.
Auf der anderen Seite befand sich das Hotel Quellenhof.

Ein Wink zur Überschrift: Bad Kreuznach liegt an der Nahe und das Hotel direkt am Ufer. ;-)

Eigentlich gehen wir eher selten in Hotels zum Essen, da diese bekannterweise etwas teurer sind.
Ein Blick auf die Karte revidierte unsere Meinung, aber die Säfte waren sehr teuer.
Madame wollte dann doch nicht, oder doch Italiener, oder doch nicht?!
Es ist jedes mal das selbe!

Bevor alle Plätze belegt sind, bleiben wir, wo wir sind.
Immer diese Erbsenzählerei!
Jeden Cent zwei mal umdrehen!
Da kann einem echt der Appetit vergehen.
Wir blieben also.
Mit Hundewagen mussten wir uns einen Tisch erspähen, welcher genug Platz bietet und wo wir den anderen Gästen nicht im Weg sind.

Eine sehr freundliche Bedienung lies uns die freie Wahl!

Es wirkt sehr Exklusiv!
Renate hatte eine Traubensaftschorle und ich eine Maracujaschorle.
Zum Essen gab es für Renate das Elsässer-Schnitzel und ich hatte das Quellenhofpfännchen.
Die Pommes Frites waren 'Handgeschnitzt'! Keine Tiefkühlware!
Als Abschluss keinen Nachtisch, dafür aber je einen Espresso.
Meine Güte, was können wir doch so 'dekadent' sein. ;-)
Wir waren 'papp-satt'.

Viele schlechte Kritiken sind im Internet zu lesen.
Meiner Meinung nach handelt es sich nicht um Convenience-Food,
wie von Kritikern berichtet.
Ich hatte den Eindruck, dass die Pilze in meinen Gericht frisch und nicht eingefroren waren.

Wir können das Restaurant nur empfehlen!

Wegen Hundewagen und rangieren, habe ich meine Tasche stehen lassen.
Die sehr aufmerksame Bedienung hat mir diese dann über die Balkonbrüstung nachgereicht.

Alles in allem waren die 51 Euro nicht falsch angelegt!

6 Kilometer gemütliches Spazierengehen mit Mittagspause.
Frische Luft und Salz auf den Lippen, ohne das wir am Meer waren.
Renate hat die frische und saubere Luft sehr gut getan.
Ganz im Gegensatz zur SMOG-Luft in Marrakesch.

... man könnte doch Mal ein verlängertes Wochenende hier verbringen.
"Schaue doch mal, was Übernachtungen kosten?!"
Quellenhof: das Hotel existiert leider gar nicht mehr ...
Da will man mal so richtig einen auf dicke Hose machen, da hat das Hotel geschlossen ... :-(

Andere Angebote müssen wir noch sichten.

Also dann, ihr Lieben,
bis zum Nächsten mal.
der Rettschy

Ali Baba

 und 

die räuberische Kooperative!

Wo fange ich nur an?
Ein Inhaltsverzeichnis wäre ein guter Einstieg.

1. der Plan
1a. die Planung
2. das Hotel
2.a Hotel No-Go's
3. die Stadt
4. Ausflüge
5. Reisewarnung
6. zukünftige Urlaubsrecherche


1. der Plan

Renate wollte, schon lange bevor wir uns kannten, Marokko besuchen.
Damals in den Achtzigern wurde ihr in einem Reisebüro davon abgeraten, als Frau alleine dieses Land zu bereisen.
Viele Jahre später, hatten wir zusammen entschlossen, unseren dreißigsten Hochzeitstag dort zu feiern.
Unsere Vorstellungen führten uns beide zu einem kleinem RIAD.
Die Entscheidung viel zu guter Letzt auf Marrakesch.
Quirliges Treiben auf dem Djemaa el Fna und in den Souks.
Stöbern, handeln, kaufen.
Mit den Händlern ein Glas Tee trinken, während man sich beraten lässt und verhandelt.



Viele Paläste, Gärten und Kulturstätten besuchen.
Vielleicht eine Shisha rauchen?
Ein SPA oder Hamam besuchen?
Romantisches Candlelight-Dinner zu unserem Hochzeitstag?
Eine Kutschfahrt durch Marrakesch bei Nacht (am Abend)?
Hat ja auch fast alles so geklappt.

1a. die Planung

Wir konnten keinen Direktflug buchen oder die Flugzeiten waren unmenschlich.
Nach langen Eigenrecherchen und vielen Ernüchterungen, hielten wir es für besser, ein Reisebüro zu Rate zu ziehen.
Ein Reisebüro von TUI war unsere erste Anlaufstelle.
Das sollte sich im nachhinein als Fehler herausstellen.
Wir haben das Angebot wohl doch etwas zu voreilig angenommen.
Es lag aber nicht ausschließlich nur an diesem Reisebüro, 
sondern auch bei späteren Fragen konnte man uns nicht wirklich weiterhelfen.
Selbst dann nicht, als die Gute Frau, welche uns die Reise verkaufte, bei der Zentrale anrief.
Das war schonmal der erste Tiefschlag.
Ein Ausflug, welcher vom Unternehmen angeboten wird, aber sonst keinen Service bietet.


2. das Hotel

Das Hotel / RIAD liegt inmitten in der Kasbah, welche sich wiederum in der Medina befindet.
Ein direkter Transfer zum RIAD war somit nicht möglich.
Das wussten wir!
Den Transfer am Flughafen mussten wir erst durch Eigeninitiative selbst finden.
Ein Fähnchen des Unternehmens wehte draußen auf dem Vorplatz.
Eine Art Chef wies eine weitere Person an, uns zu unserer Unterkunft zu bringen.
Nach einem Fußmarsch von etwa 100 (einhundert) Metern zu einem Parkplatz, erreichten wir eine Großraumlimousine mit sechs Sitzplätzen und Raum für unsere Koffer.
Zum Glück waren wir die einzigen Gäste.
Nach einer Fahrzeit von etwas mehr als einer halben Stunde, hielt der Fahrer unverhofft auf einer schmalen, aber stark befahrenen 'Gasse'.
Ein einem Englisch, dass man es gerade so verstehen konnte wies er uns den Weg zu unserem RIAD.
Ab da waren wir auf uns alleine gestellt, denn er musste die Gasse wieder für andere Passanten räumen.
'Nur einhundert' Meter seien es bis zum RIAD.
Irgendwie ist hier alles nur 'einhundert Meter' entfernt.
Wo man links oder rechts abbiegt, war in seinem marrok-englisch nicht zu verstehen.
Auch die Leute in der Gasse sprachen kaum oder gar kein Englisch.
Eventuell wären wir mit französisch weiter gekommen.
Dafür kann aber TUI nichts; (wird zu einem 'geflügelten Wort')!
Klein sollte es sein.
So in unseren Vorstellungen.
So weit ich weis, müssten es acht Zimmer gewesen sein.
Wer in der Beschreibung etwas anderes findet, darf es gerne in den Kommentaren hinterlassen.


Der erste Eindruck war ganz nett.
Bei der Begrüßung wurde man als erstes darauf hingewiesen, dass eine weitere Gebühr pro Person und pro Nacht fällig ist.


Ist ja nichts außergewöhnliches.
Sogar in Euro.
Nachdem alle Formalitäten geklärt waren, wurde uns vorgeschlagen, eines der Ausflugspakete zu buchen.
Aber auch keines davon, war eines von TUI.
Das hätten wir dann wohl selbst über die TUI-App buchen müssen.
Ohne Hilfe und Service?!
Alles andere kam mir sehr überteuert vor.
Doch weder eine Ballonfahrt, noch eine Quad-Tour kamen für uns frage.
Gut, dafür kann nun TUI aber nichts ;-)
Auch die Klärung, dass wir unser Dinner gerne um 19 Uhr anstatt um 20 Uhr zu uns nehmen möchten verursachte schon das erste 'Augenrollen', bei dem (ich sage mal) Manager.
Während bzw. kurz nachdem alle unser Kundendetails geklärt waren, äußerten wir den Wunsch nach einem Kaffee.
Keine Reaktion.
Also schleppten wir erst einmal alleine unsere Koffer in die erste Etage, 
packten das nötige aus und begaben uns wieder nach unten um erneut einen Kaffee zu ordern.
Die Klärung nach Art und Weise, wie wir unseren Kaffee gerne zu uns nehmen möchten, erwies sich erneut als Hindernis. In meinem doch recht guten 'Schul-Englisch' war es immer wieder schwierig unsere Wünsche zu äußern.
Man müsste eben französisch können!
Gut, dafür kann nun aber TUI nichts! ;-)


2.a Hotel No-Go's

Wir wollten ein kleines Hotel / Riad, also bekamen wir eben ein solches.
Dass aber klein auch wirklich klein bedeutet, kann man auf den Hochglanzfotos in den Reiseprospekten nicht erkennen.
Ursprünglich war diese Unterkunft wohl eher für Durchreisende gedacht, welche höchstens ein bis zwei Nächte, mit wenig Gepäck, verweilen.
Für eine Woche Daueraufenthalt bietet nicht einmal der Schrank genügend Stauraum für zwei Personen.
Schließlich ist es unsere eigene Schuld, wenn wir (zu viel) Wechselkleidung mitnehmen.
Zum einen möchte man nicht stinken wie ein Lurch und zum anderen benötigt man den Umständen entsprechend die passende Garderobe!
In einem fünf-Sterne Hotel trägt der Mann zum Dinner schließlich ein langes Beinkleid und hoffentlich keine Badelatschen dazu!
Wie in fast jedem Hotel, egal ob zwei oder fünf Sterne, fehlten Ablagemöglichkeiten.
Sowohl im Bad, als auch im Zimmer.
Die Kleiderbügel waren genau die gleichen, die wir so von der Wäscherei kennen.
Zu dünner Draht neigt in der Regel dazu, durchzubiegen, wenn er zu stark belastet wird.
  
Wir hatten Halbpension (half Board) gebucht.
Schließlich bietet eine Stadt wie Marrakesch so viele Möglichkeiten und alle hundert Meter etwas essbares.
Unser Dinner konnten wir fast immer pünktlich zu uns nehmen.
Bis auf einen Tag.
Ein Mitarbeiter hat unsere Bestellung am Morgen aufgenommen, wohl aber vergessen diese weiter zu leiten. 
Wie sich herausstellte , hat der Manager einfach nicht auf sein Handy geschaut und unsere Bestellung nicht an die Küche weiter geleitet.
Unsere Menühauswahl war sehr begrenzt und wir hätten in den sieben Tagen, das eine oder andere Gericht doppelt zu uns nehmen müssen. 

DINNER

Vorspeisen / Entrée:
marrokanische Tomatensuppe
marrokanischer TomatenSalat
Aubergine (keine Ahnung)
Panini


Hauptgericht / Plate:
Tajine Boeuf
Tajine Poulet
Großer Salat
Spagetti


Dessert
Orange mit Zimt
Obstsalat
Pudding Vanill
Pudding Schoko

Ein fünf Sterne Hotel, welches eine solch magere Auswahl an Speisen bietet, hat schon mal keine fünf Sterne verdient.
Auch eine vergessene Bestellung ist nicht entschuldbar.
An den ersten zwei Tagen war an dem Essen und am Kaffee absolut nichts auszusetzen.
Danach wechselte das Personal.
Als wir eine Portion Spagetti mit Tomatensauce reklamierten, da diese absolut null Gewürze enthielt und die Nudeln extrem verkocht waren, wurde uns erklärt, dass die Küchenkraft gerade von der Schule kommt und keinerlei Erfahrung mitbringt.
Wir wurden unter der doch sehr billigen Erklärung zu einem kostenlosen Glas Wein eingeladen.  
Bei einer Halbpension ist in der Regel auch immer EIN Getränk inklusive.
Alle Getränke, welche wir während unseren Speisen zu uns nahmen, wurden uns in Rechnung gestellt.
Auch hier war die Auswahl kaum zu überschauen:
Wasser Still / Sprudel,
Wein, in weis oder rot,
Marokkanisches Bier aus Belgien.
Das eine oder andere wurde auf der Rechnung (Gott sei dank) vergessen.
Immerhin hat man uns großzügig mit einer ganzen Flasche Wein für das verspätete, bzw, nicht gemeldete Dinner 'entschädigt'.

Frühstück / Petit-déjeuner
Dass man in Marokko nicht ausgiebig frühstückt, halte ich für ein Gerücht!
Auch ist es deftig und nicht ausschließlich süß!
So haben wir es zumindest in den Gassen wahrgenommen, wo die Straßenrestaurants früh geöffnet waren.
Immerhin gab es Kaffee.
Um 8:00 Uhr sollte das Frühstück beginnen.
Wir baten am Sonntag abends den 4.05. darum, unser Frühstück am 05.05. 'pünktlich' zu uns nehmen zu wollen, da wir am 05.05. einen Ausflug mit fester Abholzeit gebucht hatten.
Denn am 04.05. früh kam das Frühstück erst mit 45 Minuten Verspätung zu Stande.
Auch an den anderen Tagen ist die Belegschaft um 8:00 Uhr erst einmal los marschiert um fehlende Zerealien zu besorgen. 
Die Auswahl, wenn man es denn so nennen möchte, war auch wieder enorm unterirdisch.
Zweierlei Pfannkuchen und Kuchen.
Manchmal gab es vier Stücke Baguette, dann mal wieder nicht.
Mal gab es Butter, dann wieder nicht. Dafür gab es auf einmal Oliven?!
Mal gab es Fromage, dann wieder nicht.
Als es mal kein Baguette gab und wir dieses reklamierten, musste die Angestellte scheinbar von ihrem privat erworbenen Brot etwas abtreten?!
Oliven oder Käse zum Kuchen oder Pfannkuchen? Absolut inakzeptabel!
Zu jedem Frühstück gab es eine große Kanne Kaffee.
Einen Tag vor unserer Abreise hat sich allerdings eine größere Gruppe im RIAD eingemietet.
Der Kaffee wurde dementsprechend 'gestreckt'.
Nach dem Wechsel des Hotelpersonals, wusste dieses auch auf einmal nicht mehr, wie wir unseren Nachmittags-Kaffee gerne zu uns nehmen.


Aus zwei Kännchen wurden auf einmal nur noch zwei kleine Tassen.
Könnte man französisch sprechen, wäre das eventuell nicht passiert!

Übrigens wurde uns das Hotel, deutschsprachig unter italienischer Leitung verkauft.
Wie sich zwei Tage vor unserer Abreise herausstellte, handelte es sich scheinbar um eine Art Ausbildungsstätte.
Das ausgewechselte Personal war von Schlag auf Fall enorm 'verjüngt'.
Am Tag vor unserer Abreise wurden sogar auf einmal die von uns vermissten Sonnenliegen, nagelneu und noch original verpackt, aufgestellt.
Für den Preis hätten wir mehr erwartet.
Sowohl an Leistung, als auch am Service!
Wenn ich nun in die Suche gehe, finde ich da Aliya plötzlich nur noch mit 4 Sternen.
Gut dass kann auch eine Bewertung des Reiseanbieters sein.
  
7 Nächte Halbpension 1.178,00 € + 1.178,00 € = 2.307,00 €
wie auch immer, für diese Unterkunft zu teuer.
Wir hatten uns für diesen Preis mehr erhofft!

Aber ... 'dafür kann TUI nun wirklich nichts'! ;-)


3. die Stadt

Man muss Marrakesch lieben, oder man hasst es.
Schmutz, Müll, extremer Tierkadavergestank und zu viel Straßenverkehr verbunden mit Abgasen und Lärm.

Viele Restaurants und Straßenküchen schlachten selbst und die Abfälle landen alle in einer Mülltonne.
Diese stehen dann Tagelang in der Sonne, bevor sie geleert werden.

Viele Fahrzeuge fahren dort nur, weil die deutsche Abwrackprämie diese kurzerhand dort hin verschifft hat! Da es in Marokko keinerlei Umweltbestimmungen gibt, dürfen Fahrzeuge unbeschränkt Schadstoffe ausstoßen.

Trotzdem:
Eine sehr große Stadt voller Geschichte und reich an Kultur!
Vor allem die Medina und die Kasbah, erzählen viel davon.
Paläste, Moscheen und Museen.
Baukunst aus dem Zeitalter der Mauren.
Holz- und Stuck-Arbeiten, welche ihres Gleichen suchen.
Sehr bekannt ist Marokko auch für seine zahlreichen Mosaike, die man in fast jedem Gebäude findet.
Doch leider, leider ist sehr vieles zerstört.

Ihr Völker, schaut auf diese Stadt ...
Zur falschen Zeit, am falschen Ort?
Wir wussten nicht, dass es so schlimm ist / war.
Am 8. September 2023 um 23:11 Uhr Ortszeit ereignete sich ein Erdbeben in Marokko; es hatte eine Magnitude von 6,8 Mw. Das Epizentrum des Bebens lag 74 Kilometer südwestlich von Marrakesch. Bei dem stärksten Beben in der Region seit über 100 Jahren kamen 2960 Menschen ums Leben.
https://de.wikipedia.org/wiki/Erdbeben_in_Marokko_2023

Dennoch herrscht hier ein turbulentes hin und her.
Menschenmassen strömen zu fast jeder Tages- und Nachtzeit in Richtung des wohl berühmtesten Platzes in ganz Marokko.
Und die Einheimischen wollen, dass es noch mehr werden!

Erklärung der Begrifflichkeiten:

Riad = typischer Bau mit innenliegendem Hof als Garten oder mit Pool.
Das kleinste hat i.d.R 7 Zimmer

Medina = Altstadt

Kasbah = befindet sich in der Medina und ist die 'Alt-Altstadt'. Wohngebiet vieler alten Einheimischen von Marrakesch.

Souk = Gewimmel von Gassen, mit Laden an Laden, in welchen man die Zeit vergisst und sich gerne auch verläuft.

In acht nehmen muss man sich nicht vor Dieben, sondern eher davor, dass man nicht von Mopeds oder Kleintransporten auf drei Rädern über den Haufen gefahren wird.


Neben den üblichen Souvenirs kann man auch das eine oder andere Schnäppchen machen.
Handeln / Feilschen ist oberstes Gebot.
Wie wir selbst dabei auf die Nase gefallen sind, erkläre ich im Abschnitt 'Ausflüge'.
Auch sehr viel Essbares kann in den Souks erwerben.
Neben vielem abgepackten Süßkram und Baklava, der typisch arabischen Süßspeise, gibt es aber auch deftiges.
Allerding darf man hierbei seinen Blick nicht auf irgendwelche, 'nicht eingehaltene Kühlketten' richten.
In diesen 'Garküchen', wird darauf ebenso wenig Rücksicht genommen, wie bei den vielen Ständen, welche ihr Fleisch am Haken im Freien bei 40 Grad Außentemperatur zum Kauf anbieten.


Zimperlich sollte man da nicht sein.
Trotz meines empfindlichen Magens, hatte ich keinerlei Probleme mit den zu mir genommen Speisen.
Allerdings habe ich es unterlassen, eine Typische marokkanische Mahlzeit zu mir zu nehmen.
Nämlich Schafskopf (oder Ziege).
 

Überwiegend werden diese 'speziellen' Dinge auf dem Djemaa el Fna nach Sonnenuntergang angeboten,
wenn der "Platz der Toten" langsam zum Leben erwacht.
Man hat das Gefühl, ganz Marrakesch versammelt sich hier auf einmal und noch viele tausend Touristen dazu!
Händler und Touristik-Abhängige wollen, dass noch mehr Touristen kommen.
Ich kann es mir nicht vorstellen.
Denn jetzt schon muss man nicht befürchten, dass man in den Massen stürzt.
Tagsüber ist der Platz den Gauklern, Artisten und Tier-Darbietern überlassen.
Schlangenbändiger und Affenhüter.
Einmal ist mir ein Berber mit seinem jungen und doch possierlichem Äffchen hinterher gelaufen.
Ehe ich mich versehen konnte, hatte ich das Tier auf der Schulter.
Getreu meinem Motto, verwies ich in höflich aber bestimmend mit: "No Show with Animals"!
Er hat genau verstanden, was ich meinte!
Abends hingegen ist der Platz noch voller als am Tage.
Neben den üblichen Berber-Ständen, die sich meist am Boden befinden, mit viel Kunsthandwerk, Stoffen, Teppichen, Räucherware wie Harz oder Kräuter, sind auch professionelle Betriebe zu finden, die wiederum mit ihren großen Verkaufswagen und Ständen protzen.
Obst, Gemüse, Säfte und Süßwaren.
Ein Areal sticht besonders in der Mitte des Platzes hervor.
Hier wird gespeist (gefressen), was das Zeug hält.
Auf etwa 100 mal 100 Metern brutzelt und schmort es.
Bei jedem dieser Stände stehen 5 bis 10 Bierzeltgarnituren, welche eigentlich immer besetzt sind.
Auch bei den Schafsköpfen.
Wir waren drei Mal am Tag und einmal Abends dort.
Wir sind das einfach nicht gewohnt, uns in solchen Menschenmassen fortzubewegen.
Tagsüber, wenn etwas weniger los ist, kann man der Sonne aber nicht ausweichen.
Da kann man schnell ins Schwitzen geraten.
Da hilft nur die Flucht in einen der zahlreichen, meist überdachten Souks um dort ein kühlendes Getränk zu sich zu nehmen.

War wohl ein Fehler.
Extrem Süß, wie man es hätte von Zuckerrohr erwarten können, verklebt es einem die Schleimhäute.
Trotz des eingearbeiteten Ginger (Ingwer), erzeugte dieses Gesöff nur noch mehr Durst.
Man muss es eben mal versucht haben.
Die Einheimischen stehen scheinbar drauf.

Auch wurde uns die ständige Ansprache und Aufdringlichkeit zu viel.
'Ali baba' hat man mir ständig hinterher gerufen.
Am Anfang war's noch witzig.

In Marrakesch bekommt man fast alles zu kaufen.
Ein Großteil der Ware lässt sich allerdings leicht identifizieren.
Häufig stammen diese Waren aus China!
Genau wie bei uns auch.

Banken, Wechselstuben, SPAs, Hamams, Beauty-Shops.
Taxifahrer, die einem durch ihr hupen mitteilen, dass sie ein Taxi fahren.
Kutschfahrer die einen ständig irgendwo hin- 'kutschieren' wollen.
Straßenverkehr wie im Horror-Film.
Mit enormer Geschwindigkeit und 2 Centimeter Abstand rauschen die aneinander vorbei.
Auch in den Souks und anderen engen Gassen.
Sogar in der Kasbah muss man erst vorsichtig um die Ecke schielen, ob da nicht wer angebraust kommt.
Zum Glück hört man noch sehr viele.
Aber die etwas betuchteren steigen auch hier langsam auf e-Roller um.
Nichts desto trotz herrscht immer SMOG in Marrakesch.

4. Ausflüge

Früh morgens ist eigentlich noch immer sehr wenig Straßenverkehr.
Abends dafür um so mehr!
Aus diesem Grund war es wohl kein Fehler, dass wir unsere Tour "Private Kutschfahrt durch Marrakesch bei Nacht" nicht buchen konnten.
Zu Fuß haben wir auch sehr viel erkunden können.
Es kann aber sein, dass ich hier die Reihenfolge etwas durcheinander würfele.

Samstag 03.05.

Palais de la Bahia
Mehr oder weniger zufällig beim Spazierengehen entdeckt.
Vieles, was auf unserer Bucketlist stand, haben wir nicht besucht oder nicht gefunden.
Sonst sind wir einfach drauf los gelaufen mit einem Ziel, das entweder nicht auffindbar, geschlossen oder zerstört war.

Sonntag 04.05.

Saadier-Gräber

ضريح السعديين

Wie viele Gebäude in Marrakesch wurde auch diese Kultstätte erheblich bei dem Erdbeben 2023 beschädigt.

Lunch in unserer 'Hauptstraße' in der Medina.


Anschließend
el-Badi-Palast
Hier wird gerade ein großes Festival vorbereitet.






Abends am Djemaa el Fna

Montag 05.05.

Ausflug zum Ourika Tal im Hohen Atlas Gebirge.
Mit GetYourGuide gebucht.
Schwere Abzocke, oder nicht aufgepasst?!
Handeln und Feilschen sind oberstes Gebot.
Allerdings kommt man in einer 'Apotheke' nicht auf diesen Gedanken.
Viele Andere Mitreisende auch nicht!

Wir wurden am Vortag unserer Tour, via WhatApp über den Fahrer und das Kennzeichen seines Kleinbusses informiert. Auch, dass der Transfer 20 Minuten später erfolgt. Sehr komfortabel.
Nur stimmte diese Information nicht.
Ein anderer Bus mit anderem Kennzeichen brachte uns zuerst an eine Sammelstelle.
Wir haben die Tour auch mit deutscher Begleitung gebucht. Fehlanzeige.
Mittlerweile findet man das Angebot mit deutscher Reiseleitung auch nicht mehr. 
Ich musste wieder vieles für meine Frau aus dem englischen übersetzen.
Die englischen Ausführungen allerdings, vielen viel kürzer aus, als die französischen.
Französisch müsste man können.
Aber... 'dafür kann TUI nun wirklich nichts'! War ja auch ein anderer Anbieter! ;-)

Die Tour führte uns zuerst in ein typisches Berber-Dorf.
Nur wenige Schritte (100 Meter) vom Halteplatz entfernt, über schiefe und steile Pfade, landeten wir an einem Art Bauernhof. Dort bekamen wir einiges über das Leben der Berber erzählt und wie die Struktur des Hauses aufgebaut ist.
Seit 56 Jahren erst gibt es fließendes Wasser aus Wasserhähnen.
Davor musste das Wasser mit Kübeln aus Leder von 15 Km Entfernung mit dem Esel herangeschafft werden.
Die Berber sind ein sehr offenes und Gastfreundliches Volk.
Allerdings könnte ich mir nicht vorstellen, dass hunderte Touristen Tag für Tag durch mein Haus marschieren.
Wir bekamen: selbst gebackenes Brot, selbst gemachte Butter, Olivenöl, Honig und Minztee.



Die Tierhaltung war mir dennoch etwas suspekt.
Es Gab ein Rind, ein Esel und Kaninchen.
Die Ställe der Tiere waren enorm dunkel.
Viele Besucher fotografieren deswegen mit Blitz (dumme Menschen!).
Ich habe aus diesem Grund auf das Fotografieren der Ställe verzichtet!
Aber die Dusche möchte ich euch nicht vorenthalten:


Nach der Speisung ging es wieder hinaus aus dem Gebäude aus Lehm und Stroh.
Wie zu erwarten war, warteten bereits die ersten Händler mit Kettchen, Armreifen und Ledergürtel auf uns. Auch die teils wunderschönen Edelsteine (Geoden) wurden uns feilgeboten.
Ein unscheinbar aussehendes schwarzes Ei, welches in der Regel mit violettfarbenen Kristallen gefüllt ist. 
Wenn man alles kaufen wollte, würde man hier arm werden.

Weiter ging es im Bus durch die Landschaft zum nächsten 'Fotopunkt'.
Allerdings erhoffte man sich auch hier wieder, das die Touris ein Kamel besteigen oder Waren kaufen.



Nach etwa fünfzehn Minuten ging es weiter.
Nächster Stop (wer hätte es geahnt?) Touri-Falle:
Die Berber Apotheke.
Naturheilkunst und Argan-Produkte.
Vorführung wie Arganöl gewonnen wird und wie die Kooperative gegründet wurde.
Vorstellung der verschiedenen Produkte und der Gebrauch.
1800 Dirham svp (s'il vous plaît).
In einer Apotheke handelt man nicht!



Neun Artikel für knapp 18 Euro das Stück.
Hoffentlich werden die von ihrer Finanzbehörde ordentlich zur Kasse gebeten.
Die Steuern in Marokko sind höher als in Deutschland. 
Dann kann Marrakesch wenigstens die Schäden vom Erdbeben schnell beheben.

OK, wir wurden über den Tresen gezogen und weiter geht's in Richtung Wasserfälle.
Wir kamen in einem Ort/ 'Dorf' an. Eine enge Straße, wo sich bereits viele Touri-Busse drängten.
Das Einparken beherrschen die Fahrer aus dem FF.
Für uns Europäer fast nicht realisierbar! 
Als Renate aus dem Bus ausstieg, bekam sie einen Hustenanfall.
Der Tourguide war sehr bekümmert und wollte, dass wir am Restaurant warten.
Aber nein!
Renate wollte da rauf!
Durch eine Schlucht über Steine und Felsen.
Sogar die Schlucht war rechts und links mit Läden gesäumt.
Klar, Touris kann man hier ordentlich abkassieren.
Auch diese Schlucht hat sich durch das Erdbeben etwas verändert.
"Früher waren dort mal richtige Wege" erklärte der Tourguide.
Renate wurde stets an seiner Hand den Berg 'hochgeschleppt'.
Manchmal wäre es ohne seine Hilfe besser gegangen, beteuerte sie hinterher ;-)
Mir wurde ein Stock gereicht.
Warum allerdings, wusste ich nicht.
Als es dann noch beschwerlicher wurde, hat der Tourguide uns gebeten am Imbiss vor der steilen Passage zu warten. Ein sehr schöner Flecken Erde.





Wir warteten geduldig, bis die Meute wieder zurück war und nahmen währenddessen ein kühles Getränk zu uns.
Kosten für zwei = 30 MAD und der Tourguide sagte natürlich "gib ihm 50 Dirham".
Ich fand das auch angemessen.
Schließlich brachte der Imbissbesitzer unsere Getränke über den reißenden Strom an unseren Platz.

Der Abstieg erfolgte dann zügig, wieder an den vielen Geschäften vorbei, wobei der Zug immer wieder an den Geschäften stoppte. Schließlich stammt der Tourguide aus dieser Gegend und man kennt sich eben wenn man täglich mit den 'Gästen' hier durch rauscht.

Wir verblieben in diesem Ort und wurden zu einem 'Restaurant' geführt.
Es sind die typischen Gaststätten, wie es in der ganzen Schlucht gibt.
Nicht selten sind es einfach nur 'Straßenküchen'.
Mal muss man über den Fluss Ourika mittels einer nicht ganz nach ISO konformen Brücke ;-)
Ein anderes Mal befindet sich das Restaurant direkt an der Straße. 
In den meisten Fällen werden hier Gerichte angeboten, die hauptsächlich in einer Tajine zubereitet werden.

Geflügel, Rindfleisch, Lamm, Gemüse, Kartoffel.
Und immer schön mir Ras el-Hanut.
Eine Gewürzmischung, welche sehr häufig aus einem Familienrezept stammt, aber immer die selbe Basis hat.
So schmeckt Marokko.
Da die Hauptgerichte nicht üppig sind, gibt es vorneweg immer Salat oder Suppe.
Ein Dessert darf natürlich auch nicht fehlen.
Außerdem gab es einen freien Blick auf die frechen, wild lebenden 'Berber-Affen' mit ihren Jungen.


Sobald die Gäste ihren Platz verlassen hatten kamen die Affen um die Reste zu räubern.
Wie schön und dazu unterhaltsam!

Das Essen war im Preis inkludiert, nur die Getränke musste man zahlen.
Auch hier wieder 'Abzocke'.
Der Kellner hat es (oh Wunder!) gerade mal nicht passend zum herausgeben.
Also haben wir für zwei Getränke 80 Dirham gezahlt.
Frechheit! 4 Euro Trinkgeld?!
Das macht bei zwanzig Personen 80 Euro???

Die Rückfahrt verlief dann ohne Zwischenstopp direkt zurück bis zur Kasbah.

Alles in Allem ein doch recht schöner Tag.


Dienstag 06.05.

Laufen ohne Ziel, oder dann doch ein Ziel gefunden.
Außerhalb der Medina gibt eben auch vieles zu entdecken.

Cyber ​​​​Park Arsat Moulay Abdeslam

Nur wenige Parks und Anlagen werden gepflegt, sind extrem verschmutzt oder durch das Beben zerstört.
Dieser Park wird durch die Maroc Telekom gesponsored.
Das ist quasi so, wie beim SV Bayern München ;-)
Hier gibt es sogar kostenlose öffentliche Toiletten.
Gärtner sind hier täglich am werkeln.
Alles schick und ordentlich.
Trotzdem dieser Park mitten in der Stadt liegt, kann man hier 'durchatmen'.
Leider ist der Große Brunnen außer Betrieb, das Kaffee geschlossen und die modernen Bildschirme funktionieren nicht. Auch das sind alles Folgen vom Beben.




Nächster Halt:
Koutoubia-Moschee mit Park Lalla Hassan.




Einfach nur Spazieren gehen und schöne Dinge entdecken.
J2F3+8X8, Marrakesh 40000, Marokko
https://plus.codes/map öffnen und Code in die Suchzeile kopieren.

Bei einem Besuch im Souk am Tinsmiths Square, wurde uns die Synagoge empfohlen.
In der Synagoge waren wir nicht, wegen enormen Andrang und viel zu teurem Eintrittspreis.
Es gibt viele Bilder von vor dem Beben.
Dennoch möchte ich hier vorher und nachher darstellen:


  
Das Gebäude vor der Synagoge auf der rechten Seite


Weiter durch die Kasbah.
Viele Mauern sind nur zur Straße hin wieder hergestellt worden.
Einige Fenster gewähren dein Blick auf Schuttberge und nicht wiederhergestellte Häuser.


Da wir uns noch immer in der Nähe des Tinsmiths Square befanden, entschieden wir uns, unser Lunch in der Kosy Bar zu uns zu nehmen. Diese Location bietet eine wunderschöne Dachterrasse (Rooftop).
Nicht selten muss man dafür drei Stockwerke via Treppe bewältigen. So auch hier.


Renate beschwert sich immer, dass ich die besseren Getränke habe.
Medina Love Mocktail.
Ist ja nicht meine Schuld, wenn sie immer nur Orangensaft bestellt ;-)



Wir hatten beide den Seeteufel und es war sehr lecker.
Allerdings muss ich mir angewöhnen Bilder nicht direkt im Status von WhatsApp zu versenden, sondern erst speichern und dann senden. Sonst sind sie nach 24h wech! 😢

Danach ging es zurück in unser RIAD.
Unterwegs haben wir uns in einer Boulangerie ein paar Stückchen besorg, weil das 'fünf Sterne Hotel' absolut NIX zu bieten hatte!

Nicht einmal einen Kühlschrank, aber man weis sich ja zu helfen 😎


... 'dafür kann TUI ja nix'! 😉

Mittwoch 07.05.

Gnadenlos verlaufen, dank Google.
Häufige GPS Störungen, führten uns immer wieder in die Irre.
Man kann schöne Dinge entdecken, oder laufen bis einem die Füße qualmen.
Einen Garten oder Park wollten wir besuchen.
Anfangs schien die Richtung zu stimmen.
Als die Entfernung immer größer wurde, obwohl Maps die Richtung vorgab, wurden wir skeptisch.
Also nach vier Kilometern kehrt schwenk zurück.
Auch hier stießen wir wieder auf Zeugnisse der Zerstörung durch das Beben. Leider.




Dann gerieten wir (oh Wunder) wieder in ein Souk.
Auch dort hatten wir nur sehr schlechten GPS Empfang und uns natürlich wieder verlaufen.
Irgendwann fanden wir uns doch in der Kasbah wieder.
Dort wo wir schon einmal einen leckeren Minztee tranken, wollten wir nun eine Erfrischung zu uns nehmen.





Gegenüber werden die Mauern noch immer gestützt
und Schutt beseitigt. 😢

Mittwoch 07.05.

Der geheime Garten, Le Jardin Secret.
Einer der wenigen Orte (außer an der Bar), wo es sich in Marrakesch aushalten lässt.
Angeblich sehr schwer zu finden, weil ja top secret?!
Aber Google hat uns ganz Problemlos hingeführt.
Hierzu muss man allerdings wieder durch irgendwelche Souks.
 
Auf dem Turm waren wir nicht.



Danach wieder Souks und schon wieder verlaufen. Da die Entfernung zu unserem Riad immer größer wurde und die Einheimischen in der Überzahl, sind wir einmal mehr die doppelte Strecke zurück gelaufen.





Donnerstag 08.05.

Endlich den Bacha Garten finden.
Wollten wir!
Haben wir auch!
Von hohen Mauern umzäunt.
Wir mussten weit außen herum laufen, bis wir vor dem Eingang eines Museums standen.
In Maps war dort eine sehr große Gartenanlage.
Aber sonst keine Hinweise.
So sind wir also in das Museum und haben an der Kasse nach dem Garten gefragt.
Dort zuckte man nur mit den Schultern und hat uns das Ticket für je 70 Dirhams verkauft.
Es war dennoch sehr sehenswert. 





Auch ein Café gibt es im Museum. Allerdings bekamen wir beim Eintreffen eine Wartezeit von 3h angezeigt.
Und wer will schon Kaffee kaufen, der 75 Euro per 250 Gramm kostet?
Ach ja, der Garten gehört dem König und ist für sterbliche nicht betretbar.
Deshalb auch alle hundert Meter ;-) militärische Bewachung.
 
Und nach der Besichtigung wieder raus ins Getümmel.
Zur Neustadt soll es nun gehen, mit Cafés und Restaurants auf einer 'Flaniermeile' (laut Reiseführer)?!
Auf dem Weg dort hin kamen wir an einem speziellen Markt vorbei.
Doch leider an jedem Geschäft ein Schild zu sehen.
So, oder so ähnlich.
Dennoch ...





Ein 'Nobel-Souk'!
Man wurde nicht belästigt und konnte sich alles in Ruhe anschauen.

In der 'Neustadt' angekommen.
Sicherlich gab es links und rechts das eine Restaurant und den anderen Nobel-Laden.
Nur eben durch eine breite viel befahrene Straße getrennt.
Nicht wirklich schön.
Und an einer Hauptstraße wollten wir unser Lunch nicht einnehmen.
Also wieder zurück.
Zum Glück nur 100 Meter (mal x)?!
Pferdekutsche gesehen und angehalten.
Der Reiseführer empfiehlt, sich nicht auf den Preis einzulassen, den man genannt bekommt!
400 Dirhams wollte der Kutscher!
Wie bitte 40 Euro?
Im Reiseführer stand etwas von 100 Dirhams.
Nach drei Mal ablehnen sind wir bei 150 Dirhams gelandet und er hat uns doch in die Kasbah zurück gebracht!

Endlich Essen!
Wieder im Zeitoun.
Dort kennt man uns ja bereits und es hat sich bisher niemand über das Bakschisch beschwert.




Nice!

Zwei Ausflüge sind leider geplatzt.
Diese waren von Anfang an auf unserer Bucketlist.
ANIMA Garten und Jardin Majorelle.
Tickets nur mit vorheriger Buchung über Internet.
Zwei Tage zuvor waren schon alle Tickets ausverkauft.
Aber ... 'na ihr wisst schon'! 


Freitag 09.05.

Abreise

Koffer packen und warten.
Eigentlich das übliche.

Eine Anfrage über die TUI App ergab, dass wir am Hotel / RIAD Aliya abgeholt werden.
Um 11:00 Uhr.
Also ausreichend Zeit, um unser 'üppiges' Frühstück zu uns zu nehmen ;-)
Um 10:00 Uhr habe ich unsere Rechnung für die inkludierten Getränke beglichen 😡
Um 10 Minuten nach 11 haben wir noch immer auf unseren Fahrer gewartet.
Um 15 Minuten nach 11 kam jemand in unsere Gasse vor dem RIAD und fragte uns nach dem Aliya 😆
Diese Unterkunft schein nicht einmal bei den Fahrern von TUI bekannt zu sein ... 😆

Aber... "dafür kann TUI ja nix"! 😆

Er hat mir sein Handy ans Ohr gehalten und der Übersetzer sagte mir in englisch, dass er (der Fahrer), wohl in einer 'verbotenen Zone' stünde.
Also etwas zügiger laufen. Nicht ganz so einfach, mit Renate.

Die Fahrt erwies sich etwas konfus.
Aber bei dem Straßenverkehr rings um Marrakesch eigentlich völlig normal.
Scheinbar ist dort ständig Rushhour?!
Immerhin wurden wir nur 100 Meter (wirklich) vom Eingang entfernt, abgesetzt. 😊
Dafür hat er meine restlichen Dirham-Münzen bekommen.
Zum Glück wurden wir alles los.
Nur wenige Schritte vom Check-In entfernt, mussten wir uns dennoch erst einmal orientieren.
Zum Glück gibt es Info-Screens.
Das wissen scheinbar andere Reisende nicht.
Die suchten wie die kopflosen Hühner, nach ihrer Fluggesellschaft. 😄
Der Flug zurück war genauso 'komfortlos' wie der Hinflug.
Auf Kurzstrecke gibt keine Inklusiv-Versorgung mehr.
Essen oder Getränke muss man bezahlen.

5. Reisewarnung

Wer eine intakte und unversehrte Umgebung gewohnt ist, sollte nicht in die Region rund um Marrakesch reisen.
Viele Gebäude wurden noch nicht wieder hergerichtet.
Es sind schließlich noch keine zwei Jahre vergangen, seit dem Beben im September 2023!
Auch würde ich Asthmatikern und Personen mit anderen Lungenerkrankungen, wie zum Beispiel COPD von diesem Ziel abraten.
Marrakesch ist eine Großstadt und Afrika hat damals alle unsere Fahrzeuge genommen, die auf Grund der 'Abwrackprämie' von Deutschland abgeschoben wurden.
Auch Mopeds und dreirädrige Kleintransporter unterliegen keinerlei Umweltbestimmungen.
Es herrscht ständig SMOG.
In den Straßenküchen wird oft Holzkohle verwendet.
Man sollte keinesfalls diese Belastungen unterschätzen!

 6. zukünftige Urlaubsrecherche

Wieder haben wir etwas von dieser Reise mitgenommen.
Nein!
Kein Koffer voller Souvenirs, sondern wieder etwas mehr an Erfahrung.
TUI mag ja für seine Pauschalreisen bekannt und begehrt sein, aber ...
Was wir in Marrakesch erfahren mussten, ist eines solchen großen und berühmten Reiseunternehmens nicht würdig.
Laut Beschreibung von TUI soll diese Unterkunft 5 (fünf) Sterne haben?!
(wurde bereits auf 4 reduziert; nicht wegen uns!)
Die weltweit gültige Kategorisierung zählt sechs, mittlerweile vielleicht sieben Sterne.
Wo bitteschön sind dann diese fünf Sterne angesiedelt?
"Bitte wenden Sie sich bei Reklamationen unverzüglich an uns"!
Das hat wenig Sinn, bei einer Woche Urlaub.
Soll etwa die gesamte Struktur und die persönliche Einstellung des Personals innerhalb von 24 Stunden verbessert oder korrigiert werden?
Ich glaube, das ist wohl kaum möglich!

"Der typische Deutsche beklagt sich immer hinterher..." so bemängeln viele Reisekonzerne.
Nein! 
So ist es nicht! 
Was aber will man in einem fremden Land mit fremder Sprache bemängeln?
Wenn jemand vom Reiseunternehmen eintrifft, sprechen zuerst Hotelmanager und Reiseunternehmen miteinander. 
Viel gibt es da nicht zu regeln!
Vielmehr sollten die 'Regeln' schon vorher festgelegt sein und müssten vor allem, regelmäßig überprüft werden!

Selbst als 'Half-Board' / Halbpensions-Kunde, müsste man an sieben Tagen drei Mal das gleiche Essen, weil es nur vier Gerichte gibt?!
Leider ist es bereits das zweite Mal, dass wir von TUI enttäuscht wurden.
TUI bietet auch 'Ferienhäuser' an.
Scheinbar wird bei der Aufnahme in das Portfolio, einmal die Unterkunft einem Check unterzogen und danach nie wieder?!
Auch bei der Ferienwohnung gab es einiges zu beanstanden!

Unsere zukünftigen Recherchen, werden sich wieder mehr auf Rezessionen von Kunden beziehen.
Selbst bei einem 'billig-Anbieter' wie 5vor Flug, sind wir nicht so dermaßen auf die Nase gefallen.

Vor wenigen Tagen fragte mich ein Freund: "Warum passiert, auch immer nur euch so etwas"?
Meine Schilderungen sind nicht übertrieben und schon gar nicht ausgedacht.
Es handelt sich auch nicht um subjektive Eindrücke.
Ich bringe lediglich zu Protokoll, was mir / uns widerfahren ist!

Fakten-Fakten-Fakten.
Leider wird es immer schwieriger, den Bewertungen und Rezessionen Glauben zu schenken.
Bots und andere raffinierte Programme können Dank KI mittlerweile, selbständig Bewertungen schreiben, wenn man diese mit bestimmten Daten füttert.
Schlecht für den Mitbewerber und sehr Gut für das eigene Unternehmen.

Im August steht Urlaub in Holland am Meer an.
Glamping in einem Campingpark.
Privat recherchiert, kein Reiseunternehmen.

Habe die Ehre & lasst einen Kommentar da.
der Rettschy

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