ZERO POINTS

 für

Camping Village Cesenatico

So schön,

... hätte es werden können,
wenn es ein fähiges Management gäbe.

Unser Fazit:
Preis / Leistung = ungenügend
Unterkunft Housing Tent / Zelt = ungenügend
Ausstattung Unterkunft = ungenügend
Verpflegung / Halbpension = ungenügend
Entspannung / Ruhe = ungenügend
Sauberkeit = ungenügend
Sprachkenntnisse (z.B. englisch) = ungenügend
Animation / Unterhaltung = ungenügend
Umgebung = Verfallene Hotels / Häuser / Ruinen
App und elektronisches Check-In = wenig deutsch, wenig englisch, überwiegend Italienisch

Details folgen hier im Anschluss.

Etappe 1 
mit 541 Km über Österreich mit Zwischenstopp in Pill / Ötztal, 
30 Km vor Innsbruck / Brennerautobahn A12.
Hinter München ging es schon los mit den ersten Staus.
Sind sehr früh losgefahren und trotzdem erst um 16:30 Uhr im Hotel angekommen.
Wegen eines Trauerfalls gibt es keine Küche mehr.
Im gesamten Ort gibt es keine öffentlichen Restaurants mehr.
Hotels bewirten nur noch ihre eigenen Hotelgäste.
Haben dann notgedrungen an einem Hähnchen-Imbiss etwas gegessen.

Nach einer recht ruhigen Nacht mit Frühstück, weiter Richtung Brenner-Autobahn.

Etappe 2 
mit 518 Km.
Unser Auto war digital registriert und wir konnten eine der schnelleren Spuren an der Mautstelle in Österreich passieren.
Sehr viele Baustellen und daraus resultierende Staus bei einer Außentemperatur von 32-36 Grad setzten allen Reisenden gehörig unter Stress.

Erste Mautstelle Brennario Italien.
Wohin? Welche Spur? Keine Ahnung. Stress!
Dabei ist es so einfach!
Es gibt hier nur Spuren mit dem Begriff "Ticket".
Das lunzt schon aus dem Automaten, sobald man einen Kontaktstreifen überfährt.
Auch der Rest der Italienischen Brenner-Autobahn (Brennario) war mit Baustellen gespickt.
Die Staus wurden immer länger und unerträglicher.
In Italien gibt es gefühlt alle fünf Kilometer eine Tankraststätte.
Nur nutzt das wenig, wenn alle überfüllt sind. 
Nach vier Stunden Non-Stopp-Fahrt, dann doch irgendeine genommen.
Unsere Hunde müssen schließlich auch mal und vor allem sich bewegen und etwas trinken.
Nur "wild Parken" war hier möglich.
Belegtes Baguette = 9,90 € ???
Ein deutsches Paar, welches seit vielen Jahren diese Strecke fährt, bestätigte uns, 
dass es niemals zuvor an einem Sonntag dermaßen schlimm gewesen wäre.
nach einer kurzen Rast geht es wieder weiter.

Maut-Ausfahrt Italien: Schilder mit Kreditkartensymbol weisen die richtige Spur.
Doch aufpassen! Ein reges Gedrängele und Spurwechsel von unwissenden, kann hier schnell zu Blechschäden führen. Zum Glück ist uns nichts passiert. 

Späte Ankunft nach 9 Stunden Fahrt (normal ca. 5:45 h).
Schon wieder Stress. Check-In am Campingplatz.
Sehr schlecht ausgeschildert. Natürlich am falschen Schalter gestanden.
Niemand spricht deutsch, was ich auch nicht voraussetze. 
Und nur schlechtes englisch seitens der Rezeptionisten macht es auch nicht einfacher.
Wie machen das die anderen Deutschen?
Ich habe bis jetzt keinen gesehen.

Ein Park-Plan wird mir vorgelegt und ich bekomme gesagt, 
dass wir unser Auto auf einen Parkplatz stellen sollen. 
Ein junger engagierter Mann mit Elektrovehikel brachte unser Gepäck zur Unterkunft.
Ein ganzes Stück entfernt. 
Wir sind mit unseren Hunden hinterher gerannt ...
Es sah von außen ganz nett aus. Na ja, Zelt eben.
Eine erste Inspektion lies aber schon erahnen, was hier alles fehlt!
Es ist halt keine "Ferienwohnung"!
Italien ohne Nudelsieb?!
Nach der Ankunft: "als erstes mal einen Kaffee"! 
Die in der Werbung versprochene "Kaffee-Maschine",
war das typische italienische Kaffee-Kochgerät für zwei kleine Espresso-Tassen!


Genau so hat sich der gesamte Urlaub gestaltet.
Wie ein roter Faden.
Eine Unannehmlichkeit nach der anderen.
Bis auf wenige Ausnahmen, fernab vom Campingplatz.

Also, das nötigste ausgepackt und erst einmal ans Meer.
Fußweg ca. 340 Meter.
Das Wasser ist angenehm warm. 
Nicht schwimmen, nur erst einmal testen.
Unsere Hunde sind begeistert.
Sogar Henry, der normalerweise an jedem Binnensee immer Theater macht.

Zurück zur Unterkunft und schauen, wo es etwas zu Essen gibt.
Keine Ahnung was, wie und wann!
Wir wussten immerhin, wo sich das "Restaurant" befindet.
Alle Informationen waren entweder nicht verfügbar oder in italienischer Sprache.

Die Unterbringung 

Mal etwas anderes.
Glamping!
Kunstwort aus Glamour und Camping! 

Das ist wie Zelt-Camping, nur eben in einem Zelt mit gehobener Ausstattung.
Fester Boden, gut abgespannte Zeltwände, Küchenzeile, Nasszelle mit Dusche und Toilette und einer Terrasse. Sogar eine (sinnlose) Badewanne befand sich im Zelt!

Was es war:
Glamping ohne Glam.
Wie anfangs gesagt: Italien ohne Nudelsieb.

Das es die erste Woche unerträglich heiß war, dafür kann niemand etwas.
Doch in einem solchen Zelt staut sich die Hitze.
32, 34, 36, Grad. Immer gefühlt wie 40-42 Grad. Das hat auch die Wetter App gesagt und es war kein subjektives Gefühl.
Wenig bis gar kein Schatten durch Bäume.
Wir haben dann selbst, notdürftig, mit Bettlaken an der Terrasse für etwas Beschattung gesorgt.
Man hat ja schließlich auch selbst einiges an Camping-Erfahrung.
Besser bzw. kühler wurde es dadurch allerdings auch nicht wirklich. 

In der Beschreibung war eine regelrechte Inventurliste.
Alles vorhanden, was man von einer Ferienunterkunft erwartet.
Was wir vorfanden: Nicht einmal ein drittel der aufgeführten Gegenstände!
Zum Beispiel die bereits aufgeführte Kaffee-Maschine.
Italiener haben eben eine andere Vorstellung von "Glam"!
Keine Spültücher, keine Geschirrtücher, kein Spülmittel, kein Sanitärreiniger.
Alles was man in einer Ferienunterkunft "normalerweise" vorfindet, fehlt hier.
Eine Kaution haben wir auf Grund der Verständigungsprobleme beim Check in nicht entrichten müssen.

 Die Nasszelle war ein Verschlag aus weis furnierten Pressspanplatten, welche an den Ecken lediglich mit Silikon zusammengeklebt waren. 
Erste Ritze welche den Blick nach draußen gegen die Zeltwand ermöglichten waren zu entdecken. Schimmelflecken in den Ecken und eine wackelige Toilettenkeramik.  

Der Holzboden war auch nicht wirklich trittsicher. 
Darüber dunkler dünner PVC Belag mit Aluleisten gestückelt.
Dunkler Belag, auf welchem man jeden Schuhabdruck vom hellen Sand draußen im Detail abgebildet sah.

Eine wackelige Küchenzeile mit klaffenden Türen und schwergängigen schiefen Schubladen, sowie Spüle mit Gasherd und Kühlschrank.

Spüle alt, verkratzt, verfleckt.
Gasherd ohne Zündung (defekt), auf dem sich der Kaffee-Kocher nur mit viel Geschick platzieren lässt, ohne das dieser mit dem kochenden Kaffee umkippt.
Kühlschrank von HISENSE steht schief, wackelt, ist vereist.
Geschirr würde sich eventuell noch für einen Polterabend eignen.

Direkt an einem Versorgungsweg gelegen, durften wir mehrmals täglich diese Elektrovehikel beobachten, welche mit Karacho immer viel Staub aufwirbelten. 
Schön wenn man seine Wäsche auf der Veranda trocknet!
Es war nun mal ein Schotter-Sandweg

Dann ist das eben das italienische Verständnis von Glamour?!

Die Verpflegung:

Einen angemessenen Sitzplatz mit Platz für unseren Hundewagen hatten wir schnell gefunden.
Eine Kellnerin mit Karte war auch schon gleich vor Ort.
Palaver-Palaver auf Italienisch. 
Renate versuchte der Dame zu verstehen zu geben, dass wir kein Italienisch sprechen. 
Aber auch ich konnte auf englisch nicht erklären, dass wir kein italienisch sprechen.

Absolute Ignoranz seitens der Bediensteten. 
Sie babbelte und babbelte weiter auf italienisch.

Als wir endlich erklären konnten, dass wir Halbpension gebucht hatten (ital. All-Inklusiv?!),
wollte man uns in einen lauten, stickigen Hinterraum verfrachten.
Bei 35 Grad Außentemperatur?! Hundegebell und Kinderlärm?
Das fanden wir anmaßend und entwürdigend!
Die besseren Gäste, welche für ihr Essen bar bezahlen, durften draußen sitzen.

NEIN! Nicht mit uns! Das wollen wir nicht!

Wir sind schließlich auch zahlende Gäste!
Mit viel Hick-Hack, durften wir am ersten Abend aus der Karte bestellen, 
weil man wohl nicht so recht wusste, wie wir einzuordnen sind. 

Dieser Pass, welchen man beim Check-In bekommt, lässt über die Verpflegung keine Schlüsse ziehen.
Das ist nur die Identifikation als Platz-Mieter und der Schlüssel zu den elektronischen Eingängen.
Auch die Klärung, wie man denn als "All-Inklusiv-Gast" sein Frühstück bezieht, 
gestaltete sich ebenfalls schwierig! 
Achtzig Jahre deutscher Tourismus in Italien und nichts dazu gelernt?
So behandelt man keine Gäste! 
Dann sollen sie es lieber ganz lassen! 
Wir waren schließlich nicht in irgendeiner abgelegenen Walachhei!
Ankunftstag, schon versaubeidelt!

Abwechslungsreich oder eintönig?
Eher Abwechslungsreich war das Frühstück, denn es fehlte jeden Tag etwas anderes.
Ansonsten gab es immer das gleiche!
Toastbrot, kaltes Rührei mit kaltem gedünstetem Speck, kalte (Pizza)Margherita-Schnitten, gekochter Schinken, Käse, süße Brötchen und Stückchen bzw. Croissants.
Tag für Tag. Und nichts anderes.
Italiener frühstücken in der Regel nur süß!
Wenn man aber internationales  Publikum bewirtet, dürfte es schon etwas abwechslungsreicher sein.
Nicht einmal Mortadella, nicht einmal roher Schinken oder Würstchen. Nicht ein einziges Mal etwas anderes.
Tag für Tag das gleiche.
Die Abwechslung bestand darin, das mal kein Toastbrot da war, der Toaster aber lief.
An einem Andern Tag war Toastbrot da, aber der Toaster war außer Betrieb.
Aus dem Automat mit den Säften kam irgendwann nur noch Wasser!
Die Schalen mit dem Obst wurden nicht gereinigt.
Toiletten im Restaurant (1x Männlein, 1x Weiblein) genauso wenig.
Entweder kein Papier oder keine Seife, oder beides nicht vorhanden.

Ein Tag mit Wind bescherte uns am nächstem Morgen beim Frühstück unter freiem Himmel eine Überraschung. Es wurde der Hauptweg gefegt!
Mit großen Reisig-Besen wurde der ganze Sandstaub aufgewirbelt.
Zur Frühstückszeit, wo einige andere auch im Außenbereich des Restaurants saßen, 
um ihr Frühstück zu sich zu nehmen. 
Malzeit & Danke!

Unser anfänglichen Beschwerden, brachten uns den Vorteil, immer vom selben Kellner mit Englischkenntnissen bedient zu werden. 
Sehr nett und zuvorkommend.
In Italien gibt es eigentlich immer ein Menü, welches aus zwei oder drei Gängen besteht.

Wichtige Oberbegriffe auf der italienischen Speisekarte

  • Der Begriff Antipasti steht für Vorspeisen und betitelt kalte oder warme Vorspeisen wie z. B. Mozarellakäse mit Tomaten oder insalata.
  • Der erste Gang ist die erste Hauptspeise und beinhaltet ein Pasta-, Risotto- oder Gnocchigericht. Zum ersten Gang gehört ebenfalls die Suppe (zuppa). Der erste Gang nennt sich Primo piati.
  • Der zweite Gang ist das Hauptgericht und nennt sich im italienischen Sprachgebrauch Secondo piati. Hierzu gehören sowohl Fleisch- als auch Fischgerichte.
  
Auch hier nur wenig Abwechslung für "All-Inclusiv".
Antipasti war ausnahmslos Salat, Primari war in der Regel immer  die gleiche Pasta mit undefinierbaren Fleischbällchen oder Tonno und der Hauptgang mal mehr mal weniger Fisch oder Fleisch.
Einmal gab es laut unserem Kellner sogar als Primari "Pasta with Potatoes". 
Ja, wirklich, Nudeln mit Kartoffeln!?

Der Kellner war sehr nett und hat sich bemüht, uns zufrieden zu stellen.
Einmal bekamen wir sogar einen Kaffee / Espresso von ihm spendiert.
Trotzdem war es nicht immer einfach, etwas zu Essen zu bestellen, 
da auch mir nicht alle Speisen in englischer Sprache geläufig sind. 
Dann hat er immerhin Bilder gezeigt.
In der Regel bestellten wir immer nur Primo oder nur Secondo, 
da bei der Hitze nicht daran zu denken war, üppig zu Essen. 
Es hat ihn zwar überrascht, aber Essen muss ja nicht, wie bei vielen anderen, 
sinnlos weggeworfen werden! 
Im Zweifelsfalle haben wir eben einen Salat oder Obst hinterher gegessen.  
An einem Abend fragten wir tatsächlich nach Beilagen.
French Fries (International für Pommes-Frittes) sollten es sein.
Bratkartoffeln in Ölsuppe bekamen wir. 
Eine andere Bedienung fragt uns scheinbar, ob etwas dazu gereicht werden solle. 
Salz und Pfeffer hätten wir gerne gehabt, zu den blassen Kartoffelschnitten.
Ketchup und Mayonnaise bekamen wir dann gebracht. 
Scheinbar versteht man hier nicht einmal "Salt and Pepper"?!  
Leider haben wir vergessen, unseren persönlichen Kellner nach seinem Namen zu fragen. 
Als er Donnerstags seinen Dienst für diese Saison beendete, war mir schon klar, dass die letzten zwei Abende schwierig werden würden!
Er bekam ein großzügiges Trinkgeld von uns!

Der erste Abend ohne Individuelle Bedienung kam und wir haben Primo und Secondo bestellt.
Nachdem unsere Teller leer waren, warteten wir etwa eine halbe Stunde und eine weitere viertel Stunde.
Dann kam eine Kellnerin und räumte unsere Teller ab. Sie babbelte etwas auf italienisch und wir zuckten nur mit den Schultern und fragten nach unserem Secondo. 
Da sagte sie nur: "ancora"? (wirklich?)
Als nach einer weiteren viertel Stunde kein Secondi auf unserem Tisch stand, sind wir gegangen!
Wir haben noch gesehen wie zwei Bedienungen, die eine war wohl so etwas wie die Managerin der Kantine, zu unserem leeren Tisch "rannten", aber zu spät! Wir haben dann verzichtet.
Am nächsten Morgen zum Frühstück, waren beide nicht zu sehen.
Wird wohl seinen Grund gehabt haben.
Am letzten Abend haben wir vorgezogen in einem benachbarten Restaurant zu essen.
Es war das Restaurant, welches wir gehabt hätten, wären wir nicht  auf den anderen Campingplatz umgebucht worden.  https://www.cadematt.com/

Urlaub = Entspannung?!

Gut, es war heiß. Da steckt man nicht drin.
Zum Glück nur in der ersten Woche und wir konnten uns selbst durch etwas Eigeninitiative helfen.
Andere mit ähnlicher Unterkunft, versuchten das ebenfalls, scheiterten aber mangels Material und Kenntnis ;-)
Wir haben uns die nähere Umgebung vor unserer Buchung angeschaut.
Sportunterkünfte und Trainingszentren haben wir in Google Maps gesehen.
Das sollte nicht zu einem Problem führen.
Doch falsch gedacht!
Wir konnten keine einzige Nach durchschlafen.
Jede einzelne Nacht von Lärm wachgehalten oder geweckt worden.
Wir wussten auch nicht, dass (Nord-) Italiener ein ähnliches Nacht-Leben wie die Araber führen.
Ab 10 Uhr ging es hier erst richtig los!
Erwachsene und auch die Kinder der Italiener haben sich abends gegen 10 Uhr erst auf den Weg gemacht und kehrten gegen ein oder zwei Uhr wieder zurück.
So zumindest unsere Zelt-Nachbarn.
Und auch aus den Sport-Herbergen war bis spät in die Nacht laute Musik und 
Lautsprecher-Ansagen zu hören. 
Die Polizei ist auch nicht in der Lage, auf der nahegelegenen SS16 Bundesstraße, irgendwelchen Posern mit extrem aufgemotzten Motoren, Einhalt zu gewähren. 
Ständiges Motorengeheule bis mindestens vier Uhr in der früh. 
Und das in einem Land, wo vorzugsweise Deutsche, mit rapiden Strafen bei Geschwindigkeitsübertretung gehörig zur Kasse gebeten werden! 
Da unser Zelt unmittelbar an der Zufahrt zum Strand lag, waren auch hier ständig Jugendliche und Nacht-Angler mit ihren Autos, Rollern oder zu Fuß unterwegs. 
Von spät Abends bis früh Morgens ständig eine nervenaufreibende "Ruhestörung"! 

Unterhaltung 

Überwiegend für Familien.
Ab 21 Uhr, für Jung und alt.
In Italien ist es üblich, das sich die Familien inklusive ihrer Kinder,
erst gegen neun oder zehn Uhr abends, auf den Weg machen. 
Entsprechend wird auch das Unterhaltungsprogramm gestaltet.
Einmal wollten wir uns Rock und Pop-Klassiks anhören.
In einer Arena hat die Veranstaltung stattgefunden.
Wir haben nun einmal zwei Hunde und lassen diese niemals alleine in einer Unterkunft zurück.
Etwas weiter von der Arena entfernt, fanden wir an einem Pavillon zwei Stühle.
Diese haben wir so plaziert, dass wir wenigstens in Richtung der Bühne blicken konnten.
Zwischen uns und der Bühne war allerdings ein freier Platz, welcher zu einen Kinderspielplatz gehörte.
Dort wurde Ball gespielt. Jeder, der Henry kennt, weis was das bedeutet.
Als die Musik mit einer Verspätung von 30 Minuten begann, konnte wir das eine oder andere Stück identifizieren. Doch nach dem vierten Stück, hat es angefangen weh zu tun!
Nicht jede Band kann und sollte alles spielen!
Für die abendliche Unterhaltung galt sonst das Motto: Nicht schön, aber laut.
Und immer bist spät in die Nacht.
Ein Nacht- oder Abendleben am Strand gibt es nicht.
Die meisten Betreiber schließen zwischen 19 und 20 Uhr. Oder spätestens zum Sonnenuntergang.
Schade!

Die Umgebung 

Bei der Anreise über die Bundesstraße SS16 haben wir noch nicht viel gesehen.
Wir kannten nur die Bilder von Cesenatico. Bilder sind immer hübsch.
Am zweiten Abend hatten wir uns entschlossen mit dem Shuttle in die Stadt zu fahren.
Kann man ja machen.
Ist schließlich kostenlos.
Ähnlich wie das riesige Ressort unmittelbar neben unserem Platz ist hier sehr vieles kaputt und pleite!
Die Stadt Cesenatico ist sehr hübsch. Die Orte in der Umgebung versuchen das noch vorhandene in Schuss zu halten. 
Jedoch sieht man, dass es auch in dieser Urlaubsregion langsam abwärts geht. 
Weshalb man dann allerdings kaputte Gebäude vor sich hingammeln lässt, verstehe ich nicht.
Entweder erhalten oder abreißen. Vieles sieht eben nicht mehr wirklich schön aus!
Bilder hierzu findet ihr in meiner Fotogallerie Cesenatico 2023

Der Strand 

Keine Promenade, einfach Strand eben.
Viele Abschnitte mit einzelnen Betreibern.
Ähnlich wie Buden, gut ausgestattet, mit Restaurant und Bar.
Toiletten sind eher sporadisch und selten gepflegt.
Duschen im Freien stehen kostenlos zur Verfügung
Essen haben wir nicht getestet. 
Wir hatten am Platz schließlich "All inclusiv".
Unter jedem Schirm standen zwei Liegen. 
Die vorderen vier Reihen waren nur gegen einen Aufpreis von 10 Euro zu haben. 
Wir haben es einmal auf einem uns kostenfrei verfügbaren Platz versucht. 
Der Sonnenschirm bietet nicht wirklich Schutz vor der sengenden Sonne. 
In unmittelbarer Nähe des Restaurants standen Pavillons. 
Kleine Bistro-Tische und Stühle waren vorhanden.
Dort konnten wir für zwei Personen und unsere Hunde schützenden Schatten finden.
Unser Ritual sah folgendermaßen aus:
Nach dem (eintönigen) Frühstück an den Strand.
Zwei Flaschen Mineralwasser / Aqua minerale frizzante für 2 Euro 60 Gekauft.
Karten gespielt und im Meer schwimmen gewesen.
Schön, warm, flach. Sehr flach.
Man musste mindestens 400 Meter durch das Wasser laufen, um einigermaßen schwimmen zu können.
Dann beginnt die Abgrenzung mit Bojen und man gerät in den Fahrwasserbereich des Bootes, welches hier regelmäßig (einmal gesehen) anlegt.
Wie auch immer, Schwimmen im Meer haben wir uns anders vorgestellt!
Nach den ersten beiden Schwimmversuchen haben wir uns etwas "richtiges" bestellt.
Renate trank meistens einen Aperol Spritz und ich unter Anderem einen Caipirinha oder mal einen Mojito.
Deutsches Bier gab es auch. Flasche oder Glas 6 Euro.
Unsere beiden Hunde waren sehr erfreut über das kleine Schlauchboot, welches wir uns extra für sie zugelegt haben. 
Es hatten beide Hunde Platz darin, war aber doch sehr klein. 
Vor jedem Bootsgang wurden unseren Lieblingen natürlich Schwimmwesten verpasst! 
Die Bilder kommen noch im Anschluss (Link zu Google Fotogallerie).
Die Überraschung am Strad war, dass es zu den "richtigen" Getränken immer Snacks dazu gab!
In der Regel ein Glas Oliven, ein Glas Erdnüsse, ein Glas Chips. Einmal sogar geröstetes Brot mit Olivenöl und Kräutern.
Das erste mal wusste ich von nichts und die nette Bedienung hat es uns an den Tisch gebracht.
Bestellt wird in der Bar am Tresen. Es gibt nämlich keine "Außen-Bedienung".


Unsere Ausflüge 

In der zweiten Woche, als die Temperaturen etwas erträglicher waren, hatten wir uns entschlossen einige Ausflüge zu unternehmen. Schließlich wollten wir von der Region auch etwas sehen.
Hier gibt es ausreichend Alte Baudenkmäler und Antike Stätten, welche erkundet werden wollen.
Wobei Kirchen und Kathedralen nicht zu meinen bevorzugten Gebäuden gehören.
Cesenatico Abends mit Shuttle.
Das Shuttle stellte sich als Reisebus heraus.
Reisen möchte man allerdings damit nicht.
Sardinenbüchse hätte es eher getroffen.
Mit unseren Hunden auf dem Schoß war es doch extrem eng!
Es war Markt an diesem Abend in Cesenatico.
Die Stimmung freundlich und ausgelassen.
Wenn nicht diese Masse an Menschen gewesen wäre.
Entlang der Markstände kamen wir zum Hafen. Dort sahen wir auch Angebote für Bootsausflüge.
Und tatsächlich auch in deutscher Sprache. Sogar ein Bediensteter dieses Unternehmans Sprach deutsch.
Naja, so lala zumindest. Aber nett und freundlich. Wir haben zwar ein Prospekt mitgenommen, haben aber keine Tour unternommen. Dieses Schiff hatte keine Sonnensegel an Deck. Auch sonst war es uns nicht möglich, irgendwie eine Schiffstour zu unternehmen, da von unserem Campingplatz keinerlei Informationen in deutscher oder zumindest in englischer Sprache zur Verfügung standen. Schade! 
Wir sind dann Abends wieder mit dem Shuttle zurück zum Campingplatz gefahren. Der Bus fuhr eine Ehrenrunde, da er die Straße blockierte. Der Buss muss voll werden, zwecks Rentabilität. 
Der Bus war voll! Zumindest funktionierte die Klimaanlage!
An einem der folgenden Tage entschlossen wir uns, noch einmal den Weg per pedes anzutreten.
Was wir sahen waren zerfallene Gebäude.
Die Stadt selbst ist sehr hübsch. 
Doch die Radfahrer nerven. Keine Verbote hier für diese Nervensägen.
Wir waren dann noch in San Marino. Sehr schönes Bergdorf. Die vielen Treppen allerdings sind sehr anstrengend. Die Seilbahn bewältigt nur die Hälfte der Strecke. Allerdings konnten wir diese nicht nutzen, da der Parkplatz an der Talstation bereits hoffnungslos überlastet war.
Im folgenden besuchten wir die Orte Ravenna, Cervia, Cesena, San Marino, das Romagna Shopping Valley und Europa e miniatura. Die Bilder findet ihr in meiner Fotogallerie Cesenatico 2023

Die Rückreise 

Sonntags kann man fahren! 
Da wird nicht ganz so viel los sein.

Dachten wir!

Es waren schon Donnerstag und das ganze Wochenende viele Gäste abgereist.
Die Saison endete schließlich am 31. August.
Wir bemerkten schon am Samstagabend, dass es lauter war als die vergangenen Tage.
Sonntag früh gegen drei-Uhr-dreißig wurden wir von lauter Musik (erneut) geweckt.
SO! SCHNAUTZE VOLL!
Wir fahren jetzt, dann sind wir zeitig Zuhause und umgehen die Hitze!

Dachten wir!

Noch eine schnelle Tasse Kaffe aus der supermodernen Kaffee-Maschine und unsere restlichen sieben Sachen schnappen und los!

Wir fahren durch! Keinen erneuten Zwischenstopp!

13 Stunden Fahrzeit! Stau an Stau!

Kaum in Deutschland, hat man es an den Autobahnparkplätzen bemerkt.
Es ist weder in Östereich noch in Italien so schmutzig (versifft) wie in Deutschland! 
Traurig, für ein sooo reiches Land. 
Zeig mir deine Parkplätze und ich sage dir aus welchem Land Du kommst! 
Tolle Visitenkarte!

Ciao Italien, das war das letzte mal! 

Ciao Amici, arrivederci!
@rettschy68

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